People-Pleasing: Der Drang, gefallen zu müssen

People-Pleasing: Der Drang, gefallen zu müssen

Das so genannte People-Pleasing ist ein ungesundes Verhaltensmuster, was oft mit Co-Abhängigkeit verbunden ist oder sich zu einer Co-Abhängigkeit entwickeln kann, und sorgt für eine Reihe an gesundheitlichen Problemen. People-Pleaser sind allgemein recht beliebt, allerdings hochgradig anfällig für narzisstischen Missbrauch – und gesundheitlichen Problemen immer näher als einem wohlwollendem Leben.

People-Pleaser (engl.: people = Leute/Menschen, to please sb. = jdm. gefallen/jdn. erfreuen) sind nett und hilfsbereit. Sie sind immer zur Stelle, wenn es darum geht, jemandem einen Gefallen zu tun. Sie sagen niemals „Nein“ und sind daher auf der Arbeit, in der Familie und innerhalb sonstiger sozialer Gefügen recht beliebt. Sie sind ständig für andere Menschen da, opfern all ihre Zeit, erledigen ihre Arbeit meist perfekt und die Arbeit für andere gleich mit. Oft sind People-Pleaser (PP) emotional missbrauchte Menschen. Was sich für andere erst einmal gut anhören mag, wirkt sich für den People-Pleaser auf Dauer katastrophal aus.

Für andere Menschen da zu sein und Gefallen zu erledigen, ist eine Sache. Das People-Pleasing ist allerdings ein erlerntes Verhalten, was Bestandteil der Co-Abhängigkeit ist und/oder zu einer werden kann, und somit außerhalb der Balance steht. Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als die Bedürfnisse des Menschen, der dem People-Pleasing folgt. Wer all seine Zeit für andere aufopfert und dazu auch noch seine eigenen Pflichten erledigt, hat keine Zeit mehr für sich und die eigene Selbstfürsorge.

Der People-Pleaser ist einem regelrechten Drang ausgesetzt, der ihm zwar zusetzt, den er aber oft nicht ganz verstehen kann und dessen Kern ihm gerne entgleitet. Der Drang anderen Menschen zu gefallen und sich um sie zu kümmern, wurzelt in zwei Grundängsten, die meist durch emotionalen Missbrauch entstanden sind:

1.Versagensangst: Jeder muss glücklich gemacht werden, jede Arbeit muss perfekt erledigt werden. Diesem Drang liegt der Glaubenssatz und das Gefühl zu Grunde: „Wenn ich einen Fehler mache, dann bestrafen mich andere Menschen und/oder empfinden Enttäuschung, für die ich verantwortlich bin.“

2.Angst vor Ablehnung: Diese Angst beinhaltet für den People-Pleaser den Glaubenssatz, dass er alles, was er kann, dafür tun muss, andere Menschen glücklich zu machen, da sie ihn sonst verlassen oder sich nicht mehr um ihn kümmert.

Die Folgen für den Menschen, der People-Pleasing betreibt, sind verheerend:

Anfälligkeit für narzisstischen Missbrauch: Der People-Pleaser ist hochgradig anfällig für toxische Menschen, da diese den People-Pleaser hemmungslos auszubeuten wissen.

Mangel an Selbstfürsorge: PP haben keine Zeit, sich um sich selbst und die eigene Gesundheit zu bemühen, sodass sie früher oder später von einer Reihe an gesundheitlichen Problemen ereilt werden.

Stress: Aufgrund der vielen Erledigungen und Termine und des Mangels an Selbstfürsorge, steht der PP ständig unter Stress, der in chronische Bahnen gelangen und bis hin zu Depressionen reichen kann.

Freudlosigkeit: Der Stress, die wenige Zeit und das beständige Kreisen der Gedanken um die vielen Termine, die noch einzuhalten sind, drücken die Freude am Leben und seinen Genuss, sodass Aktivitäten und Zusammenkünfte mit der Familie oder mit Freunden nicht mehr Spaß machen, sondern im schlimmsten Fall als weiterer Termin, als weitere Erledigung, angesehen werden, oder sogar als Hindernis, was von anderen vermeintlich wichtigeren Erledigungen abhält.

Verbitterung, Ärger, passive Aggression: PP empfinden mit der Zeit Verärgerung für andere Menschen, da diese immer etwas von ihnen wollen und sie nicht im Stande sind, ein „Nein“ zu kommunizieren. Diese Verärgerung wirkt sich nicht nur negativ auf Beziehungen aus, sondern kann zu akuter Verbitterung führen, ebenso zu passiv-aggressivem Verhalten.

Anderen Menschen fürsorglich und hilfsbereit entgegen zu treten, ist keine schlechte Eigenschaft. Im Gegenteil. Jedoch muss der People-Pleaser hier eine Balance finden, um sich nicht selbst zu verlieren und – möglicherweise immer wieder – an narzisstische Menschen zu geraten und im schlimmsten Fall eine ausgeprägte Co-Abhängigkeit zu entwickeln. Die eigene Selbstfürsorge zu beachten und das eigene Verhalten zu reflektieren sind somit zwei wichtige Bausteine. Auch das Erlernen und das Training des Nein-Sagens ist für den Menschen mit People-Pleaser-Mustern wichtig und notwendig.

Herzliche Grüße,

PS: Ich bin übrigens der Ansicht, dass du es wert bist, ein Leben nach deinen Wünschen zu führen.

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